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15 Jahre Eurosolar Austria

04.10.2004

Eine nachdenkliche, amüsante und gut gelungene Geburtstagsfeier in Wien

Am Samstag, dem 2.Oktober 2004 feierte Eurosolar Austria im Naturhistorischen Museum Wien sein 15–jähriges Bestehen. Mehr als 150 Festgäste, manche aus anderen Ländern, Deutschland, Polen, Ungarn etc. extra angereist, lauschten den interessanten Vorträgen.
„Eigentlich geben uns die jetzigen Gesetzesentwürfe zum Ökostrom wenig Grund zum Feiern! Und die österreichische Bundesregierung hat noch immer nicht den skandalösen 15–MW–Deckel bei der Fotovoltaik aufgehoben!„ so der Vorsitzende von Eurosolar, Dr. Hans–Otto Schmidt. Der Blick ging nicht nur in die Zukunft, sondern Franz Niessler erzählte amüsant einige Anekdoten aus der Vergangenheit. Man hörte auch, dass der jetzige Bundeskanzler, Dr. Wolfgang Schüssel, bereits 1990 eine Petition unterschrieben hat, die 5 % Solarstrom bis 1999 in Österreich forderte. Wieviel haben wir jetzt? Gerade einmal 1,5 %. Vielleicht sollten wir ihn daran erinnern.
Dr.Hans Kronberger, Vizepräsident von Eurosolar International, hielt den Festvortrag. Anschließend stellte Univ.Prof. Dr.Stefan Schleicher die Konflikte um eine solare Energiewirtschaft dar.

Ökoenergie ist für die Volkswirtschaft kostengünstig

Alle Vortragenden waren der Meinung, dass Ökoenergie bereits heute, volkswirtschaftlich gesehen, kostengünstiger als fossile Energien sind.
Investitionen in erneuerbare Energieträger sind gesamtwirtschaftlich gesehen ausschließlich sinnvolle Investitionen, es sind keine Förderungen und Subventionen. Der Umstieg von Fossil– und Atomenergienutzung zu Erneuerbaren Energien sollte eigentlich ein prioritäres ökologisches Ziel sein. Alle Kriege der letzten Jahre wurden um Erdöl geführt, die Klimakatastrophen der letzten Jahre sind eine direkte Folge der Erderwärmung.
Aber einiges wurde schon erreicht. Dr. Kronberger erzählte, dass 1995 ein Ziel war, 20 MW Windenergie bis zum Jahr 2000 zu erreichen, heute ist eine Kapazität von über 400 MW am Netz.
Dr. Schleicher in seinem Vortrag: „Wir haben nach wie vor kein konsensfähiges Energiekonzept. Es sollte endlich klar sein, dass Ökostrom nicht 1:1 sonstige Elektrizität ersetzt. Ökostrom ist wegen des Zusatznutzens, den er ohne Zweifel hat, einfach vielfältiger zu bewerten.„
Im Anschluss an die interessanten Vorträge wurde noch im Stammtischlokal Smutny, der Heimat des Wiener Energiestammtisches, weitergefeiert und eifrig diskutiert. Die Stimmung der gesamten Veranstaltung war einfach positiv, es trafen sich Menschen, die bereit sind, sich für Erneuerbare Energie einzusetzen und die allesamt, wie die Vorarlberger immer sagen, vom Solarvirus infiziert sind.
Trotz mancher Turbulenzen, die es immer wieder gibt, sind die Eurosolarier nicht bereit, aufzugeben. Das Ziel ist 100% Erneuerbare Energie.
Mehr Fotos: PVT–Austria/Winter und auch bei Heinz Lötz (können hier zu Selbstkosten auch bestellt werden).
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04.10.2004 | Autor*in: holler
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