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15 Jahre danach: Warum Fukushima noch immer dringende Warnung sein muss

10.03.2026

Europäische Kommission setzt dennoch verstärkt auf Atomkraft und plant, EU Haushaltsmittel für neue AKW zur Verfügung zu stellen

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Atomkraftwerke rund un Österreich © GLOBAL 2000

Wien (OTS) - Am 11. März jährt sich die Nuklear-Katastrophe von Fukushima zum 15. Mal. Millionen Kubikmeter kontaminiertes Erdreich, drei noch immer nicht geborgene, geschmolzene Reaktorkerne, die weiterhin gekühlt werden müssen. Dazu kommt die auf Jahrzehnte angesetzte Einleitung von radioaktiven Abwässern in den Pazifischen Ozean. Japans Altlasten wiegen schwer.

Auch in Österreich sind wir nicht sicher. Rund um uns befinden sich 14, teils völlig veraltete AKW. Im Ernstfall würde die radioaktive Wolke aus dem nur 35 km von der niederösterreichischen Grenz entfernten AKW Dukovany über Österreich ziehen oder gar abregnen. Das nächste Fukushima liegt möglicherweise nur einen Steinwurf von uns entfernt, Daher muss sich Österreich gegen die Betriebsdauer-Verlängerungen alter Reaktoren wehren, sowie gegen die Errichtung neuer Reaktoren, seien es große wie in Dukovany oder die sogenannten SMR in Temelín. Denn Atomkraft ist nie sicher. Ebenso kritisiert

“Wir müssen aus der Geschichte der Kernkraft lernen. Fukushima darf sich nicht wiederholen. Europa betreibt jedoch ein genau gegenteilige Politik. Unter dem Deckmantel der Energieautarkie werden radioaktive Scheuklappen aufgesetzt. Der Plan, künftig wieder Steuergeld für den Bau und Ausbau von AKW vergeben zu dürfen, ist fahrlässig”, kritisiert Patricia Lorenz, Anti-Atomsprecherin der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.

“Strahlende” Energiezukunft

Europa unabhängig von Energie-Importen zu machen, ist ein wichtiger Baustein der europäischen Emanzipation. Das gilt sicher nicht für Atomkraft, denn ...

  • weder für einen Small Modular Reactor (SMR), noch für große Reaktoren gibt es marktfähige Design
  • Der Ausstieg aus Atomkraftnutzung mit Hilfe des vom Kreml kontrollierten Rosatom-Konzern wurde stillschweigend aus der EURepowerRoadmap gestrichen und von allen Sanktionen gegen Russland ausgenommen
  • Neubauten (Paks/(Ungarn), Wartung und Instandhaltung (Bulgarien) der AKW sowjetischer Bauarbeit teilweise nur mit Good-Will Russlands möglich, sowie auch Nuklearbrennstofflieferungen etwa für die Slowakei. Der Ersatz des russischen Brennstoffs gegen US-Brennstoff von Westinghouse oder französischen/russischen ist kein Schritt in die Energieunabhängigkeit Europas.

Lorenz führt aus: “Wer glaubt, dass Atomkraft die Lösung für Europas Energiefragen ist, befindet sich auf dem Holzweg. Wer Atomkraft als sicher bezeichnet, dem sei ein Blick nach Fukushima empfohlen. Ein GAU kann jederzeit wieder passieren. Wenn auf neue AKW gesetzt wird, so entscheidet man sich für eine Reihe von Risiken: Immense Kosten, Gefahr eines GAUs, Bauzeiten von Dekaden und Abhängigkeiten vom Ausland in geopolitischen extrem volatilen Zeiten.”

“Verstrahlte” Folgen

Österreich ist umringt von Ländern, die auf AKW setzen. Wie ein GAU-Szenario aussehen könnte, zeigt ein von GLOBAL 2000 produziertes Video.

https://www.youtube.com/watch?v=S72l_9E70H4
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Fukushima vor der Haustür? © GLOBAL 2000
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