100 Tage Trump: Abrissbirne für den Klima- und Umweltschutz
US-Präsident Donald Trump ist heute 100 Tage im Amt. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace ist besorgt über den Rückbau von Klima- und Umweltschutzmaßnahmen. In dieser kurzen Zeit verkündete Trump bereits den erneuten Ausstieg aus dem Pariser Klimavertrag, die Förderung von zerstörerischem Tiefseebergbau, aber auch die Schwächung von Umweltschutz-Prüfungen sowie die Senkung von Schadstoffgrenzwerten. Gleichzeitig sehen sich Greenpeace USA und International mit einer dramatischen Einschüchertungsklage des Ölkonzerns Energy Transfer in den USA konfrontiert. Die Umweltschutzorganisation wurde in erster Instanz zu 666 Millionen US-Dollar Schadenersatz verpflichtet, plant jedoch Berufung gegen dieses Urteil einzulegen. Wichtig ist jetzt, dass Europa den USA auf ihrem klimazerstörerischen Pfad nicht folgt, sondern Klimaschutz weiter konsequent vorantreibt.
Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace in Österreich: "US-Präsident Donald Trump schwingt die Abrissbirne beim Klima- und Umweltschutz. Der Rückzug Trumps aus der Klimapolitik darf aber keinesfalls als Ausrede gelten, damit andere Länder ebenso ihre Klimaschutzmaßnahmen abschwächen. Im Gegenteil: Mehr denn je ist eine starke Klimaschutzpolitik gefragt. Die EU muss die Vorreiterschaft übernehmen. Das kann sie bei der neuen Klimaschutzzielsetzung für 2040 unter Beweis stellen. Greenpeace fordert, dass die Europäische Union bis dahin klimaneutral wird.”
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