Tiroler auf dem Olympia-Podest
10.8.2012Auch wenn die österreichischen Sportler in London bisher medaillenlos geblieben sind, schaffte es zumindest ein Tiroler Unternehmen auf das Podium der olympischen Sommerspiele 2012.
London- Vor 40 internationalen Wirtschaftsdelegierten präsentierte Robin M. Welling, Geschäftsführer des Tiroler Solarthermie-Konzerns TiSUN GmbH, am vergangenen Montag im Österreich-Haus in London die Entwicklungen der Solarwärme-Branche. TiSUN, mit Firmensitz in Söll in Tirol, gilt weltweit als Technologie- und Innovationsführer in der Herstellung von Komplettsystemen zur Nutzung thermischer Solarenergie.
Mit seiner Präsentation „Workshop on Sustainability and Technology in the Austrian Regions of Tyrol and Carinthia (Nachhaltigkeit und Technologie in Tirol und Kärnten) konnte Robin M. Welling einmal mehr aufzeigen, dass sich österreichische Technologien im Bereich der alternativen Energienutzung im internationalen Vergleich ganz an der Spitze einreihen. „Es war mir eine große Ehre, repräsentativ für die gesamte Branche die Vorteile und Entwicklungen der Solarenergie aufzeigen zu dürfen und hiermit möglicherweise einen kleinen Beitrag zur Erreichung der 20/20/20-Ziele zu liefern“, erklärt Welling und verweist damit auf die Richtlinien der europäischen Union, welche besagen, dass bis zum Jahr 2020 europaweit 20 % weniger Treibhausgasemissionen und 20 % Anteil an erneuerbaren Energiequellen im Vergleich zum Basisjahr 1990 umgesetzt werden müssen.
Österreich gilt als Vorreiter im Bereich der Solarthermie und zählt europaweit zu jenen Ländern mit der höchsten montierten Kollektorfläche pro Kopf. „Dennoch muss jeder Österreicher, wenn wir dem EU-Ziel zur Reduktion der CO2-Emission bis zum Jahr 2020 gerecht werden möchten, nach derzeitigem Stand fast zwei Tonnen CO2 pro Jahr einsparen“, erklärt Robin M. Welling. „Wenn man bedenkt, dass die Nutzung einer solarthermischen Anlage den Ausstoß an Treibhausgasen eines durchschnittlichen Haushaltes bereits um 1,5 Tonnen reduziert, ist dieser Wert durchaus schaffbar.“ In Hinblick auf die ständig steigenden Preise für fossile Energiequellen sei Solarwärme nicht nur aus umweltschutztechnischer sondern auch aus finanzieller Sicht ein idealer Weg zur Erreichung der Klimaschutzziele. Dies habe Welling in London versucht deutlich zu machen.
Neben aktuellen Statistiken zur Nutzung regenerativer Energien, deren Potenzial und einem Ausblick auf zukünftige Einsatzgebiete, stellte Robin Welling in London auch jenes Projekt vor, welches die TiSUN GmbH für die olympischen Sommerspiele 2012 errichtet hatte. Ein TiSUN Solarsystem versorgt die Duschen, Restaurants und Sanitäranlagen des Wildwasserparks, in welchem die Kanubewerbe stattfanden, mit umweltfreundlichem Warmwasser. Im Jahr 2010 hatte die TiSUN GmbH im Zuge einer internationalen Ausschreibung den Auftrag für die Planung und Montage des Systems erhalten.
„Dass Tiroler Technologie aufgrund des hohen Qualitätsanspruches international geschätzt wird, konnte ich bei der Präsentation im Wirtschaftsplenum deutlich spüren“, lobt Welling und fügt hinzu: „Wenn wir schon in den sportlichen Bewerben bisher keinen Stockerlplatz erzielen konnten, mit unseren Entwicklungen im Bereich der regenerativen Energienutzung sind wir ganz vorne.“
Artikel teilen:
Artikel Online geschalten von: / holler /
Artikel senden Artikel drucken





